Was waren das für schöne, volle Tage! Was für ein Gefühlsspektrum haben wir abgebildet, gefeiert, durchlebt, nachvollzogen! Eine Woche rund um das Osterfest, das von seinen Themen so dicht dran ist an unserem Leben und unserer Welt: Der Palmsonntag mit viel Gefühl, Weihrauch, sinnlicher Predigt und Improvisationen an der Orgel bildete den Auftakt zur Osterwoche. Wo lassen wir uns berühren? Wofür sind wir bereit, alles einzusetzen, was wir haben? Vorbild in Jesus, der sich berühren ließ und immer Menschen berührt und angefasst hat. Zu Jesus gehören unbedingt die Geschichten vom gemeinsamen Essen dazu – inspirierend bei Maria und Martha, Verbindung stiftend mit 5000 Menschen auf einem Berg, und lebensverändernd bei Zachäus. Und am Gründonnerstag mit seinen engsten Freunden ein letztes Mahl. Wir haben gemeinsam in der Kirche zusammengesessen, Bort und Oliven, Dal und Salat, Hummus und Bratlinge geteilt. Gefeiert, gegessen, Gemeinschaft erlebt. Uns stärken lassen für unseren Lebensweg. Der Karfreitag schloss sich mit der Frage, wie Versöhnung gelingen kann, an die Gemeinschaft an. Mit Blick auf das eigene Leben und auf die Welt drehten sich Lieder und Texte um die Frage nach Liebe, Heilung und Gottes Anwesenheit als Mensch mitten unter uns – in Jesu Vorbild und als Beistand, als Trost und Begleiter durch die schweren Wege, die wir erleben. Es ging darum, Wut und Schmerz nicht auszuweichen, sondern sie durchs Gebet verwandeln zu lassen hin zu einem versöhnten Leben, zu einer versöhnten Welt. Die Hoffnung auf dieses Ziel zog sich durch die drei Ostergottesdienste: früh morgens in der dunklen Kirche mit Kerzen und Osterlob, um 10.00 Uhr mit Posaunenchor und am Ostermontag mit „Nachtisch“. Wir stehen im Licht der Auferstehung: Weil Gott den Tod überwunden hat, können wir mutig der Angst und dem Tod ins Gesicht lachen. Sie haben nicht das letzte Wort, es gibt Hoffnung! Vielen, vielen Dank an all die fleißigen Menschen, die mitgeholfen haben, dass diese Gottesdienste gelingen konnten! Es war eine große Freude, mit so vielen Menschen feiern zu können – die Gottesdienste waren rundweg sehr gut besucht! Da geht mir das Herz auf, weil ich merke: unsere Botschaft ist relevant! Wir brauchen diese Stimme in unserer Gesellschaft. Und Menschen schöpfen hier Kraft, Trost und Mut. Das ermutigt uns, weiterzumachen, lebendige Kirche in diesem Ort, in der Welt zu sein.