Wasser, Segen und Licht

Nachricht 01. Oktober 2026

Am 16. August 2026 feierte unsere Gemeinde einen besonderen Waldgottesdienst in der Surheide. Unter freiem Himmel, umgeben von Bäumen und begleitet von vielfältiger Musik, wurden zwei kleine Kinder getauft und 25 neue Konfirmandinnen und Konfirmanden in unserer Gemeinde begrüßt.

Im Mittelpunkt der Predigt standen drei Dinge, die bei der Taufe eine besondere Bedeutung haben: Wasser, Segen und Licht.

Ohne Wasser gibt es kein Leben. Es erquickt und belebt – das spüren wir besonders an heißen Sommertagen. Menschen und Tiere, Bäume und Pflanzen können ohne Wasser nicht existieren. Auch in der Taufe wird Wasser zum Zeichen: Es steht für das neue Leben, das Gott uns in Jesus Christus verheißt.

Die Bibel kennt das Wasser dabei in ganz unterschiedlichen Bedeutungen. Es kann für Bedrohung und Rettung, für Leben und Freiheit stehen. So erinnert uns das Wasser der Taufe an die erneuernde Kraft Gottes: an Lebendigkeit, Freiheit und die Zusage, dass Gott uns Anteil am Leben und an der Auferstehung Jesu Christi gibt.

Die Taufe ist dabei nicht nur ein einmaliges Ereignis. Sie erinnert uns immer wieder daran, dass Gott Belastendes von uns abwaschen und uns einen neuen Anfang schenken kann. Es kann guttun, sich jeden Morgen neu an diese Zusage zu erinnern.

Zum Wasser kommt der Segen. Bei der Taufe legt die Pastorin oder der Pastor dem Menschen die Hände auf und bittet darum, dass Gottes Heiliger Geist ihn begleitet (so auch heute). Segen bedeutet: Gott stärkt und schützt uns, bewahrt uns und führt zum Guten, was wir beginnen. Sein Heiliger Geist wirkt den Glauben in uns.

Segen heißt zugleich Kraft und Möglichkeit, selbst für andere da zu sein, ihnen liebevoll und ehrlich zu begegnen und Jesu Beispiel zu folgen.

Gottes Wort ist Licht auf unserem Weg. In Jesus Christus scheint Gottes Licht auch dann, wenn es um uns herum oder in uns selbst dunkel wird. Jesus sagt von sich: Er ist das Licht der Welt.

Die Taufkerze macht diese Zusage sichtbar. Sie erinnert daran: Gott macht unser Leben hell. Er leuchtet uns den Weg durch dunkle Zeiten und zieht uns immer wieder ins Licht.

So wurde die Predigt im Waldgottesdienst zu einer wunderbaren Zusage: Getauft zu sein bedeutet, Gottes Kraft im Rücken zu haben – eine Art „Superkraft“, die uns hilft, mutig unseren Weg zu gehen.

Passend zu diesen Gedanken war auch die Musik ein wichtiger Teil des Gottesdienstes. Der Posaunenchor begleitete die Feier wunderbar und festlich. Dazu waren Klavier, Flügelhorn und Schellenkränze zu hören. Gemeinsam mit dem Gesang der vielen Menschen entstand eine fröhliche und lebendige Atmosphäre, die wunderbar zum Gottesdienst unter freiem Himmel passte.

Nach dem Gottesdienst hatte der Gemeindebeirat Kaffee, kleine Brötchen und Dips vorbereitet und es gab Gelegenheit zum Austausch.

Dieser Waldgottesdienst in der Surheide war ein wunderbarer Tagesbeginn voller Leben, Musik und Gemeinschaft. Alle Anwesenden durften sich neu daran erinnern lassen, was die Taufe verspricht: Gott schenkt Leben, seinen Segen und sein Licht. Mit dieser Zusage können wir unseren Weg mutig gehen – getragen von Gottes Kraft und begleitet von seiner Liebe.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die diesen schönen Gottesdienst vorbereitet und mitgestaltet haben.

Nicole Siemers