Tradition, Gegenwart und Klangfarben Europas
Das Ottersberger Kammerorchester präsentiert in seiner diesjährigen Winterkonzertreihe ein außergewöhnlich abwechslungsreiches Programm, das musikalische Tradition und zeitgenössische Klangsprache auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet. In intensiver Probenarbeit haben die Musikerinnen und Musiker ein Konzert vorbereitet, das stilistisch durch mehrere Epochen führt und zugleich neue musikalische Wege beschreitet.
Den Auftakt bildet eine Hamburger Sinfonie von Carl Philipp Emanuel Bach, komponiert in seiner Zeit als Musikdirektor in Hamburg. C. P. E. Bach gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der Klassik. Seine Musik ist geprägt von einem kühnen, persönlichen Ausdruck, starken Kontrasten und einer außergewöhnlichen Dynamik. Die Sinfonie zeigt eindrucksvoll den Übergang vom barocken Formdenken hin zu einer freieren, empfindsamen Tonsprache.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends ist die Weltpremiere eines Konzerts für Tenorsaxophon und Orchester des Komponisten Andreas Salm, der selbst den anspruchsvollen Solopart übernimmt. Salm ist als Musiker und Komponist im norddeutschen Raum weithin bekannt. Das moderne Werk bildet einen bewussten Kontrast zur Musik Bachs und wurde eigens vom Ottersberger Kammerorchester in Auftrag gegeben.
Dirigent Clive Ford beschreibt die Bedeutung dieses Werkes so:
„Mit diesem Saxophonkonzert eröffnen sich neue Dimensionen in der Orchestermusik.“
„Mit diesem Saxophonkonzert eröffnen sich neue Dimensionen in der Orchestermusik.“
Im Anschluss erklingt „Valse triste“ von Jean Sibelius, eines der bekanntesten Werke des finnischen Komponisten. Die von den Streichern getragene Musik entfaltet eine dichte emotionale Atmosphäre, die zwischen tiefer Melancholie, innerer Spannung und schwebender Euphorie changiert.
Den Abschluss des Konzertabends bildet die Tschechische Suite von Antonín Dvořák. Das temperamentvolle Werk ist geprägt von tänzerischer Energie und volkstümlichen Elementen. Dvořák verarbeitet tschechische Volkstänze in kunstvoller Orchesterfassung und schafft eine farbenreiche, lebensfrohe Musik, die den Abend schwungvoll und stimmungsvoll ausklingen lässt.
Konzerttermine:
· Samstag, 21. Februar, 20 Uhr – Johannes-der-Täufer-Kirche, Horstedt
· Freitag, 27. Februar, 19 Uhr – Kirche „Zum Guten Hirten“, Rotenburg
· Samstag, 28. Februar, 20 Uhr – Liebfrauenkirche, Fischerhude