Monatsspruch Dezember 2019

Nachricht 01. Dezember 2019

„Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet,
der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.“

Jesaja 50,10

Licht in der Dunkelheit

„Ich habe meiner Oma die Kerze gebracht, die wir im Zwergengottesdienst gebastelt haben. Und als sie sie in die Hand genommen hat, da hat ihr Gesicht geleuchtet“, erzählt mir ein kleines Mädchen.

Und unwillkürlich muss ich lächeln. Eine Kerze für die Oma. Ein Geschenk voll Liebe, das Licht in die Dunkelheit eines Menschen. Gegen die Einsamkeit. Für menschliche Wärme. Ich weiß, mehr noch als das Kind ahnt, wie dunkel es um Menschen sein kann. Und wie hell es durch andere wird. Bis man die Kälte nicht mehr spürt. Gott kommt auf die Welt, um Wärme und Licht zu verbreiten. In zugige Ställe und beheizte Säle, in festliche Wohnzimmer und unordentliche Küchen. Um mitten unter uns zu leben, als Mensch. Erst auf den zweiten Blick etwas Besonderes. Weil er die Welt verwandelt. Darauf hoffen wir mit jedem neuen Tag, mit jedem Licht, das wir anzünden, mit jedem Lied, das wir singen.

Gott verändert jeden, der ihm begegnet, Hirten und Könige, Geschäftsfrauen und Haushaltsfeen. Deshalb kommt er in einem hilfsbedürftigen, kleinen und wehrlosen Kind im Stall zur Welt. Davon erzählt die Weihnachtsgeschichte. Darauf hoffen wir immer wieder: dass Gott unser Leben teilt, in aller Freude und Gemeinschaft, aber auch in den einsamen und dunklen Stunden. Wenn wir ihn spüren, aber auch, wenn er uns fern scheint und wir ihn nötig haben.

Ich wünsche Ihnen berührende, leuchtende Momente in dieser Advents- und Weihnachtszeit und vertiefende Schritte im Glauben mit Gott im
Neuen Jahr.

Ihre Pastorin Silke Kuhlmann

Foto: Birgit Münkner