Monatsspruch November 2019

Nachricht 01. November 2019

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

Hiob 19,25

„I know that my redeemer liveth … “

Vor fünfzehn Jahren habe ich den „Messias“ von Händel in Kiel mitgesungen und diese Sopranarie hat es mir sofort angetan. Seitdem berührt sie immer wieder mein Herz und tröstet mich in dunklen Zeiten. Mit Pauken und Trompeten, im Forte mit vielen Wiederholungen endet das weit bekannte „Halleluja“ mit großem Chor: Der allmächtige Gott sei König und regiere die Welt – der große Wunsch im Angesicht des fehlerbehafteten Lebens, das wir führen.

Doch dann setzt der dritte Teil des Stückes leise mit diesem Text ein: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“. Von einer großen inneren Sicherheit getragen singt die Sopranistin zärtlich von Gottes Kraft, die den Tod besiegt und vom ewigen Leben, die Osterbotschaft. Keine Macht der Welt kann Lebende und Tote von Gott trennen – weil Gott die Welt überwunden hat. Er ist in die Welt gekommen, um uns nahe zu sein – über das Leben hinaus. Und er wird die Ungerechtigkeit und den Schmerz beenden. In jedem Abschied blüht die Hoffnung.

In diesem Monat, in dem sich das Leben immer weiter in sich hineinzieht, innerlicher wird, denken wir an unser Leben, unser Miteinander in Familie, Gemeinde, Dorf, Land, Welt und darüber hinaus. Wir bedenken die Verstorbenen und beten uns hinein in ein Gefühl des Umfangen-Seins von Gott. Ich wünsche Ihnen, dass Sie das Gefühl haben, getragen, begleitet, gestützt zu werden. Dass Ihnen dieser Monatsspruch: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ Zuversicht schenkt und Sie tröstet im Abschied, in den Erinnerungen an Menschen, die Sie im Herzen tragen.

Ich glaube, dass Gott mich begleitet, Sinn stiftet und mein Leben in seiner Ewigkeit vollendet.

Ich wünsche Ihnen, dass der lebendige Gott Ihnen begegnet – in Musik oder Text, in Stille oder Bildern, in Gemeinschaft oder allein.

Bleiben Sie behütet!

Ihre Silke Kuhlmann

Foto: Beate Peltzer