Jubel-Konfirmation

Nachricht 02. September 2018

Jubel-Konfirmation

Es ist ein schöner, milder Sonntagmorgen und die Sonne scheint, wie so oft in diesem Jahr … schön! Ich stehe vor dem Gemeindehaus, und Pastorin Silke Kuhlmann ist auch schon da. Sie begrüßt die ersten Jubilare. Es ist gerade 9.30 Uhr, doch von allen Seiten schlendern schon die Goldenen, Diamantenen und Eisernen Konfirmanden herbei. Einige flott zu Fuß und andere eingehängt beim Partner und etwas langsamer, aber alle mit einem Lächeln auf dem Gesicht und voller Erwartungen. Was bringt mir dieser Tag und wen werde ich wiedersehen, wiedererkennen?

Auf dem Kindergartengelände werden die ersten Gruppenfotos gemacht und Gelächter schallt zu mir herüber, denn die ersten Gruppen haben sich gebildet und die Wiedersehensfreude ist deutlich zu sehen und zu hören.

Gemeinsam gehen wir, der Kirchenvorstand, mit Frau Kuhlmann und den Jubilaren zur Kirche. Die Posaunen spielen für uns. Der Gemischte Chor singt: „Die Liebe, die alles umfängt.“. Die Reihen in unserer Kirche sind voll und, ach wie spannend, dann und wann liegt dort ein Kaleidoskop. Wozu das? Wir werden sehen …

Es wird leise.

Ein festlicher Gottesdienst beginnt. Begrüßung, Evangelium und die Frage nach Glück lässt uns zuhören. Was möchte Gott für uns Menschen? Dass wir glücklich sind! Was heißt das? Und wie werden wir das? Reicht es glücklich zu sein oder sein zu wollen? Wie kann ich glücklich sein, wenn mir Schlechtes widerfährt?

Betrachten wir doch unser Leben bis jetzt, jeder für sich, jetzt, jeder für sich. Ein Ganzes in vielen kleinen Teilen. Tage der Freude, Freundschaften werden geschlossen, Ehen werden geschlossen, Kinder werden geboren, Wochenenden im Grünen, tanzen, singen, lachen. Aber auch Trauriges, Ärgerliches, Streit oder Wut. Sehen wir es doch als Ganzes, was es ist. Ein individuelles Kunstwerk! Nehmen wir es an, so wie es kommt. Auch das, was nicht so gut ist. Was angenommen ist, kann heilen. Heilung statt hadern! Bruchstücke annehmen, gute und nicht so gute.

Glücklich wird man inwendig! Das ist von Gott gewollt und von der Natur gegeben!!!! Danke Gott!!!

Die einzelnen Konfirmandenjubilare werden nach Jahrgängen (1948, 1958, und 1968) zum Altar gebeten, dort namentlich aufgerufen, gemeinsam gesegnet und bekommen ihre Ehrenurkunde überreicht. Friede sei mit euch!

Der Gemischte Chor singt noch einmal so passend: „Singe, springe, danke dem Herrn!“. Dann feiern wir alle das Abendmahl zusammen, um unseren Glauben und Gott nochmal etwas näher zu sein, ihn zu spüren. Das Gute und Süße zu schmecken. Das Ganze zu fühlen!

Und da sind wir wieder beim Ganzen! Kleinteile, Einzelstücke, die ein Ganzes ergeben. Ein Kunstwerk! Immer etwas Besonderes, immer etwas Anderes. Einzelteile, nicht immer gut aber gut werdend, betrachten wir es als Ganzes - so wie bei einem Kaleidoskop.

Nach dem Gottesdienst machen wir uns auf zu Bellmanns um gemeinsam Mittag zu essen und noch ein paar Gespräche mit alten Bekannten zu führen. Es war ein gelungener, schöner Tag und wir sagen allen anwesenden Jubilaren „Danke“ dafür.

Ulrike Dellert