Gemeindebriefe

Unser Gemeindebrief erscheint monatlich

Klicken Sie auf den Monat und Sie können den Brief als PDF-Datei lesen (Acrobat Reader muss installiert sein). Bitte etwas Geduld mitbringen.

Der Kirchenvorstand unserer Kirchengemeinde veröffentlicht regelmäßig besondere Geburtstage von Gemeindegliedern, die älter als neunundsechzig Jahre sind, sowie Ehejubiläen und kirchliche Amtshandlungen (z.B. Taufen, Konfirmationen, kirchliche Trauungen und Bestattungen) ohne Anschriften im Gemeindebrief. Kirchenmitglieder, die keine Veröffentlichung wünschen, können das dem Pfarramt mitteilen. Die Mitteilung sollte bis zum 10. eines Monats (Redaktionsschluß) der Redaktion, dem Pfarramt oder dem Internetbeauftragten vorliegen (siehe: Portraits-Kontakte)

 

Gemeindebrief April 2017

Gemeindebrief Mai 2017

 

 

 

Monatsspruch April 2017

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.
Lukas 24,5-6

Monatsspruch Mai 2017

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.
Kolosser 4,6

Jahreslosung 2017

„Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz
und lege einen neuen Geist in euch.“
Hesekiel 36,26

Dr. Brandy-Landessuperintendent für den Sprengel Stade

Andacht zur Jahreslosung 2017

Es kann erglühen und pochen, hämmern und stocken, brechen und zerspringen. Es kann verschenkt werden, unergründlich und offen sein. Und auch auf der Zunge können wir es tragen – unser Herz. Es
kann aber auch trotzig und verzagt sein.
In der Bibel ist „Herz“ eines der am meisten gebrauchten Worte. Kein Wunder, gilt das Herz doch als Kern unserer Person, als unsere Mitte. Hier treffen wir unsere Entscheidungen, fühlen und empfinden wir.
Ein neues Herz, einen neuen Geist will Gott schenken. So sagt es der Prophet Hesekiel seinem Volk Israel zu, das zu dieser Zeit in der babylonischen Gefangenschaft sitzt. Statt eines Herzens aus Stein,
so die prophetischen Worte, gibt Gott ein lebendiges und großes Herz. Konkret heißt dies für Hesekiel: die Schwachen schonen, fair handeln – auch gerade im wirtschaftlichen Zusammenhang – und Unrecht meiden. Das schrieb er vor 2.500 Jahren.
„Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott“, sagte Martin Luther zwei Jahrtausende später.
2017 feiern wir das 500-jährige Jubiläum der Reformation, die 1517 mit der Veröffentlichung von Luthers Thesen begann. Er wollte seine Kirche von ihrer Mitte - quasi von ihrem Herzen her -
erneuern und reformieren. Selbstkritische Fragen gehören daher für mich zu diesem Jubiläumsjahr: Woran hänge ich ganz persönlich mein Herz? Was dient mir zur Orientierung? Aber auch als Gemeinde, ja als Kirche insgesamt, ist immer wieder zu fragen: Was ist bei uns zu erneuern, zu reformieren?
Gerade das Reformationsjubiläum darf sich ja nicht darin erschöpfen, die Vergangenheit zu feiern, sondern die Freiheit eines Christenmenschen für unsere Zeit durchzubuchstabieren, das Herz neu auf Christus auszurichten und es für den Nächsten zu öffnen.
Es ist gut, dass wir hier als evangelische und katholische Christen Seite an Seite stehen und gemeinsam 2017 ein Christusfest feiern können. Denn uns verbindet viel mehr als uns trennt. Und
nach der Bibel ist der Geist, den Gott gibt, ein Geist, der zusammenführt: Ein Geist – verschiedene Gaben.
„Kirche im Reformstress“ – so hört man bisweilen kritisch über die kirchlichen Reformbemühungen der vergangenen Jahre. Reform ist immer wieder nötig – eine der Grundeinsichten der Reformation.
Und das geschieht in unserer Kirche. Aber manche, die sich hier dankenswert engagieren, stöhnen doch sehr über die Belastungen.
Die Jahreslosung 2017 ist die große Ansage gegen allen Reformstress: Gott selbst schenkt Erneuerung. Und zwar ganz von innen her – durch Erneuerung des Herzens und durch einen neuen
Geist. Das ist das Gegenteil eines Appells zu neuen Anstrengungen. Es ist die Einladung, Gott wirken zu lassen. Dafür braucht es Zeit und Raum. Eine wunderbare Ermutigung gerade für das Jubiläumsjahr. Reform muss nicht erzwungen werden, sie will wachsen.
Einen neuen Geist schafft Gott in uns. Allein aus Gnade – eines der Leitmotive der Reformation – wendet er sich uns Menschen zu, erhält und erneuert seine Kirche. Uns bleibt, aus diesem neuen Geist zu leben und als seine Gemeinde mit einem neuen Herzen Gottes Botschaft in Wort und Tat in die Welt zu tragen.
Frei und unerschrocken dürfen wir dies tun, denn Gottes Zusage gilt:
Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr
Hans Christian Brandy,
Landessuperintendent für den Sprengel Stade

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