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Feierliche Einführung am 12. Februar 2017

Es war kalt! Das tat der Freude keinen Abbruch.

Vorab schon einmal einige Fotos von dem fröhlichen Nachmittag.

Fotos bitte anklicken.

Was gibt es Neues aus dem Kirchenvorstand?

Das ist alles, was wir tun können:

immer wieder von Neuem anfangen,

immer und immer wieder. (Thornton Wilder)

Wieder fangen wir neu an: Im Februar wird Pastorin Silke Kuhlmann in unserer Kirchengemeinde ihren Dienst antreten. Nach Zeiten der Vakanzen und Unsicherheiten freuen wir uns auf die erste
Pastorin in Fischerhude, auf frischen Wind, neue Inspiration, aber auch weiterhin auf verlässliche Gottesdienste. Nicht immer ist in dieser Zeit alles so „glatt gelaufen“, wie wir geplant hatten – dafür
bitten wir Sie um Ihr Verständnis!
Wir heißen Frau Kuhlmann von ganzem Herzen willkommen. Mit vereinten Kräften und Gottes Segen wird es gelingen, die bewährten Wege gemeinsam zu gehen und neue einzuschlagen. Durch die
erneute Vakanz der Pfarramtssekretärin entstanden weitere Probleme, die schnell gelöst werden mussten. Frau Krtschal von der Pfarrgemeinde Achim ist vorübergehend eingesprungen. Tausend
Dank für die Hilfe! Seit Januar schaltet und waltet Frau Grätsch-Rohde als Sekretärin im Pfarrbüro.
Herzlich willkommen! (Bitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten!)
In Sachen Pfarrhaus können wir endlich sagen: Es kann losgehen! Alle Genehmigungen liegen nunmehr vor und wenn die Witterung es zulässt, feiern wir alsbald den ersten Spatenstich. Zur
Finanzierung des Pfarrhauses beabsichtigen wir, zwei Grundstücke von je 802 qm „Am Losberg" zu veräußern. Interessenten werden gebeten, bis zum 15. März 2017 schriftlich Angebote im
Kirchenbüro (kg.fischerhude@ich-will-keinen-spamevlka.de) abzugeben, danach werden wir uns mit der Vergabe befassen, wobei die bisher eingegangenen Angebote natürlich berücksichtigt werden.
2017 wird für unsere Kirchengemeinde in vielerlei Hinsicht ein „wirklich neues Jahr.“
                                                                           Ihr Kirchenvorstand

Gedanken zum Glaubensbekenntnis-Teil 4

HINABGESTIEGEN IN DAS REICH DES TODES:
Vor mehreren Jahren lautete dieser Satz noch: „... niedergefahren zur Hölle". Darunter konnten sich die Menschen anhand alter Bilder, die elende Geschöpfe darstellten, von furchtbaren Gestalten und grässlichen Tiergebilden bedrängt, die Hölle vorstellen. Das hat mich - und sicher auch viele andere - in meiner Kindheit und Jugend tief beeindruckt und geängstigt. Heutzutage reden wir schon von „Hölle", wenn jemand etwas besonders Schreckliches erlebt hat: „Das war die Hölle." „Hölle" - das meint Entfernung von Gott. Später haben ernsthafte, forschende Theologen eine neue Formulierung gefunden, um eine Differenzierung zwischen „Hölle" und „Tod" deutlich zu machen. Durch das Reich des Todes werden wir wohl alle gehen müssen. Jesus stieg hinab an diesen Ort, um alle Menschen, die „guten Willens sind", zu erlösen und sie einst mit sich zu führen in sein ewiges Reich. Was heißt „guten Willens sein"? Wenn wir die Freiheit zum Denken und eigenen Entscheiden, uns von Gott gegeben, dazu nutzen, unseren Willen einzubringen in Christi Willen, ihm nachzufolgen und ihm zu vertrauen in allen Dingen; wenn wir nicht eigene Wege gehen, uns selbst darzustellen und das Ansehen der Leute suchen. Wer an Christus bleibt und Gott vertraut, kann in getroster Hoffnung sterben. Denn Gott sagt uns: „Fürchte dich nicht! Ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!"(Jes. 43,1)
AUFERSTANDEN VON DEN TOTEN:
Maria und Maria aus Magdala kauften mit Salome Spezereien und alles, was nötig war, um einen Toten zu salben. Aber als sie zum Grab kamen, stellten sie mit Erschrecken fest, dass der große Stein vor der Grabkammer zur Seite gewälzt worden war. Als sie hineingingen, sahen sie einen Jüngling in einem weißen Gewand sitzen, der ihnen sagte, dass sie Jesus nicht finden würden, er sei auferstanden von den Toten, und dass sie gehen sollten, diese unglaubliche Begebenheit zu erzählen, dass sie sie unter das Volk bringen sollten. Wir können uns vorstellen, wie das damals war: Die drei Frauen befanden sich in großer psychischer Anstrengung. Der Tod Jesu ging ihnen nahe, und in großer Trauer gingen sie zum Grab. Ihre Gedanken waren auf die Tätigkeiten gerichtet, die zur damaligen Zeit von Frauen an den Toten zu verrichten waren. Sie erwarteten, in der Grabkammer den Leichnam Jesu vorzufinden; stattdessen war das Grab geöffnet, und sie sahen eine Gestalt, die sehr wohl ihrer Vorstellungskraft entsprungen sein könnte. Es ist möglich, dass die drei Frauen auch Jesus in dieser Gestalt erkannt haben. Bemerkenswert ist, dass in dieser Situation des Todes und der Auferstehung die Frauen es waren, die Auferstehung Jesu Christi zu verkünden. Waren es vor dem
Tode die Männer, die Jünger, die die Worte Jesu verbreiteten, so fiel die Verkündigung der Auferstehung den Frauen zu. Nach unserer heutigen Vorstellung ist Jesus nicht leiblich auferstanden, was in der nicht klar beschriebenen Gestalt des hellgekleideten Jünglings deutlich wird. Lebendig geworden sind: Jesu Worte und Werke, seine guten Taten, seine Gerechtigkeit, Liebe und Güte, vor allem aber sein Vertrauen zu Gott und seine Nähe zu Gott.
AUFGEFAHREN IN DEN HIMMEL:
Zur Zeit der Entstehung des Glaubensbekenntnisses hat man Gott bis in die Unendlichkeit des Himmels „erhöht - entfernt". Und weil Jesus so viel Glauben in Gott hatte, sah man ihn in seiner Nähe, ebenfalls oben im Himmel. Betrachte ich den sprachlichen Ausdruck, dann gibt er in der heutigen, technischen Zeit beim flüchtigen Empfinden z. B. die Fragen: „Aufgefahren - womit? Fahren sehen wir doch heute in Verbindung mit einem Gefährt. Himmel - wohin da? Ein Kosmonaut stellte einst lakonisch fest: „Hier oben ist Gott nicht zu sehen!" Die englische Sprache ist da differenzierter: „sky" meint den geographischen Ort des Himmels und „heaven" die Sphäre, in der Gott herrscht. Aber die Schrift liefert uns noch erläuternd Worte, die das Ereignis „Himmelfahrt" umfassender näherbringt. Statt „aufgefahren" sagt Jesus bei Johannes: „Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten" und „Wir werden zu Gott kommen und Wohnung bei ihm machen."
Zum Begriff Himmel hat wohl jeder Christ seine eigenen Gedanken; denn der Himmel, von dem die Bibel spricht, ist kein Ort, sondern ein Zustand. „Im Himmel sein" heißt bei Gott sein. Dieser Himmel liegt außerhalb unserer Welt, die wir kennen. Dieser Himmel liegt im verborgenen Bereich Gottes. In diesen Himmel kommt man nicht mit einer Weltraumrakete, sondern durch die Auferstehung zum neuen Leben. Schon Salomon fügte der Anrede an Gott hinzu: „Der Himmel und alle Himmel können dich nicht fassen!"
Himmelfahrt ist die letzte Erscheinung des auferstandenen Jesus Christus vor seinen Jüngern. Von jetzt an werden sie ihn nicht mehr sehen. Und doch wird uns durch die Botschaft von der Himmelfahrt gerade das Geheimnis dieser Verborgenheit verdeutlicht. Himmelfahrt bedeutet ja nicht, dass Christus von uns gegangen ist, sondern dass er die Grenze zwischen dem Diesseits und dem Jenseits durchbrochen hat. So ist Himmelfahrt das Fest des Überganges Jesu aus der irdischen Existenz in die Ewigkeit. Und es ist nach meinem Glauben das Fest meiner Kindschaft, meines Lebenslaufes unter dem geöffneten Himmel.
ER SITZT ZUR RECHTEN GOTTES, DES VATERS:
Im Kolosserbrief Kap.3 heißt es: „Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, da Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, und nicht nach dem, was auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. Wenn aber Christus, unser Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit." Dass Christus zur Rechten Gottes erhöht ist, bedeutet, dass er nun überall ist und dass er - mit den Worten Luthers gesagt - über allen Kreaturen, in allen Kreaturen und außer allen Kreaturen ist. Wenn es stimmt, dass er zur Rechten Gottes ist, dann ist er der Erste und der Letzte und der Einzige. Dann gilt das von ihm, was man mit einem wenig schönen Fremdwort als seine „Absolutheit" bezeichnet. Auf wen anderes sollten wir denn auch warten, der ihn überbieten könnte? Die bildhafte Ausdrucksweise „sitzend zur Rechten Gottes" verbinde ich mit der Darstellung von Göttern der vorchristlichen Zeit: Sie standen, alleine, niemand in der unmittelbaren Nähe. Oder später z. B. die Kaiser: Sie saßen, alleine, niemand in ihrer Nähe. Hier aber ist Christus unmittelbar neben Gott und er sitzt und für mich sogar in gleicher Höhe, der Sohn mit dem Vater. „Niemand kommt zum Vater denn durch mich", hat Christus einmal gesagt. Und dies Herz, dass des Erbarmens voll ist, hat die Herrschaft über unsere Erde inne, und wir wissen nicht, was um uns her und was mit uns geschieht. Aber wir wissen, dass es von Herzen kommt und dass der letzte Sinn alles Geschehens eine Liebe ist, die dieses Herz verströmt. Gibt es eine Botschaft, die uns mehr bringen könnte, als die Nachricht, dass in der Hand dieses Einen Macht und Liebe vereinigt sind? Darum wissen wir, wo der Ort unserer Geborgenheit ist. Wer darum weiß, kann nie mehr ganz verzweifelt sein.
(wird fortgesetzt)

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Interessante Broschüren, herausgegeben von der ev. Kirchengemeinde Fischerhude

 

Cato Bontjes van Beek (1920-1943)

 

                                           

 

 

 

                                     

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Pastorin Silke Kuhlmann