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Liebe Gemeinde

mit aller Gewalt wächst nun alles um uns herum, Bäume und Sträucher lassen Blüten und Blätter sprießen, die Vögel singen früh morgens, überall lockt die Sonne auch den Menschen aus den Häusern heraus an Strom und Bäche, in die Felder und Wälder.
Auch wenn der Winter nicht lang und kalt gewesen ist, leben wir doch mit den länger werdenden Tagen, den frischen Farben und dem Duft der aufgebrochenen Erde neu auf und spüren das Leben durch unsere Adern pulsieren.
Wer vor die Tür geht, der atmet auf. In der Weite, in die Gott uns gestellt hat, komme ich zur Ruhe, komme bei mir an.
Die kirchlichen Feste des Frühjahres passen sich mit ihrer Thematik dem wachsenden Leben an. Noch stehen wir in der Passionszeit, und bedenken unser und Jesu Leben.
Konsequent hat Jesus die Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen verbreitet und sich immer wieder gegen die Ungerechtigkeiten seiner Zeit aufgelehnt. Er hat die Ausgegrenzten an seinen Tisch geholt, den Menschen, die vom Leben nichts mehr hören und sehen wollten, Augen und Ohren geöffnet für die Schönheit der Schöpfung, der Gemeinschaft.
Er hat die Menschen ernst genommen mit ihren Fragen und Problemen. Und konnte sich über das Alltägliche und das Besondere freuen. Er genoss es, von einer ihm unbekannten Frau mit sehr kostbarem Öl eingecremt zu werden, er aß und trank mit Genuss. Und kannte doch auch Hunger und Durst und den Staub der Straße, der sich in Kleidung und im Hals festsetzt. Mit seiner ehrlichen Art und Weise war er vielen Menschen ein Dorn im Auge, die ihre Mitmenschen unterdrücken und kleinhalten wollten. Und so lieferten sie ihn der Folter und dem Tod aus.
Doch Gottes Liebe lässt sich nicht vernichten. Jesus besiegt den Tod am dritten Tag; am Ostermorgen ersteht er von den Toten ins Leben auf. Wie ein Korn, das in die Erde fällt und dadurch neuem, reicherem Leben den Weg bereitet; wie die Sonne, die morgens aufgeht und die man nicht mit Vorhängen und Fensterläden daran hindern kann zu scheinen, setzt sich Gottes Licht und Leben durch.
Nach jedem schweren Gang wartet auch wieder ein leichter Weg auf uns, auf den Sonnenstrahlen helle Kringel malen.
Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden, schreibt Johannes im 16. Kapitel. Und ich wünsche Ihnen in diesem beginnenden Frühjahr, dass Sie erleben können, dass auch in unserem Leben manchmal eine Auferstehung passiert – aus Zwängen, die andere mir auferlegen, aus Regeln, die sich überlebt haben, aus Grenzen, die mich einengen.
Damit auch in Ihrem Herzen die Worte Fuß fassen können: „Du verwandelst meine Trauer in Freude, du verwandelst meine Ängste in Mut. Du verwandelst meine Sorge in Zuversicht. Guter Gott, du verwandelst mich!“
Ein gesegnetes Frühjahr!
                                                  Ihre Pastorin Silke Kuhlmann

Sehr geehrte Damen und Herren

Ihre Sachspende ist wohlbehalten in der Brockensammlung eingetroffen. Gern bestätige ich Ihnen den Eingang der ca. 300 kg. Kleidung vom 17.03.2017. Über Ihre Gabe haben wir uns sehr gefreut. Sie unterstützen damit Menschen in schwierigen Lebenslagen und tragen zum Erhalt wertvoller Arbeitsplätze bei. Ganz herzlichen Dank!
In der Betheler Brockensammlung erreichen uns oftmals Dinge, die für die Spenderinnen und Spender nicht nur einen materiellen Wert hatten: Kleidungsstücke, mit denen Erinnerungen verbunden sind, gut erhaltener Hausrat, der zu Hause über viele Jahre einen festen Platz hatte oder andere ausgefallene Stücke. Umso mehr wissen wir es zu schätzen, dass Menschen wie Sie uns auch solche liebe gewonnenen Dinge anvertrauen.
Immer wieder beobachte ich, wie zufrieden behinderte und in Not geratene Menschen die Brockensammlung mit ihren Einkäufen verlassen. Sie haben Kleidung anprobiert, einen Gegenstand gefunden, der das eigene Zimmer noch etwas gemütlicher macht oder ein Geschenk gekauft - in der beliebten Brockensammlung finden die Besucher schöne Sachen zu einem erschwinglichen Preis.
Für Ihre tatkräftige Unterstützung danke ich Ihnen sehr herzlich und grüße Sie freundlich aus Bethel.
                                                             Ihr Pastor Ulrich Pohl

Gedanken zum Glaubensbekenntnis - Teil 6

DIE HEILIGE CHRISTLICHE KIRCHE; GEMEINSCHAFT DER HEILIGEN …:
Außer zum Heiligen Geist bekennen wir uns aber auch zur Heiligen Christlichen Kirche und der Gemeinschaft der Heiligen; also gleich drei Mal ist etwas „heilig", ist uns etwas „heilig". Das Heil fördert und begründet menschliches Wohlergehen sowohl körperlich als auch seelisch, wenn wir an Heilkunde, Heilfasten, Heilgymnastik usw. denken; heilig bedeutet unverletzlich, unantastbar, sittlich gut, makellos.
Alle Religionen der Welt kennen den Begriff „heilig"; Dinge, Orte, Zeiten, Menschen können heilig sein, weil sie Ehrfurcht einflößen, mit einer besonderen Würde ausgestattet und eben anders sind als alle anderen Dinge sonst. Das hebräische Wort für „heilig" (kadosch) bedeutet abgetrennt, ausgesondert, der „Heilige" ist eine Bezeichnung für Gott, heilig ist nur Gott und das, auf das er seine
Hand gelegt hat: ein heiliger Berg, sein heiliger Tempel, sein heiliges Volk und der Einzelne dieses Volkes; dafür fordert Gott den entsprechenden Gehorsam und ein Leben nach seinen Geboten. Der Mensch ist heilig, wenn Gott ihn beschlagnahmt hat, und nicht durch moralische oder menschliche Sonderqualität.
Im Neuen Testament ist „Heilige" praktisch ein Synonym für Christen: Durch Glaube und Taufe sind sie Christi Eigentum geworden, sie haben den breiten Weg verlassen und die enge Pforte gewählt (Mt.7, 13 und 14) und wurden dadurch herausgerufen in die Gemeinde der Heiligen (1. Kor. 1, 2). Paulus spricht die Glieder der christlichen Gemeinden in seinen Briefen pauschal als Heilige an, auch wenn sie Anlass zu Vorhaltungen geben, wie etwa in Korinth; heilig sind sie nicht durch fromme Qualitäten, sondern durch die Einbürgerung in die Gemeinde Christi.
Wenn wir „heilig" so verstehen, kann die „Heilige Christliche Kirche" natürlich nicht die Landeskirche oder eine entsprechende Institution sein; es ist vielmehr der Ort, an dem Christi Lehre vorbehaltlos und ohne Machtdenken verkündet wird, an dem von Gottes Gnade und Liebe gesprochen wird, an dem nicht die Urangst des Menschen ausgenutzt und Gottes Wort für eigene Zwecke fehlgedeutet und missbraucht wird, wie es in vergangenen Zeiten häufig geschah und teilweise auch heute noch geschieht.
"Heilige Christliche Kirche" kann nur dort sein, wo sie sich auf ihren ursprünglichen Auftrag besinnt.
Mir fällt es oft schwer, an diese „Heilige" Kirche zu glauben, weil sie nicht leicht und nicht überall zu finden ist.
Ähnlich verhält es sich auch mit der „Gemeinschaft der Heiligen". Ursprünglich sind es ja die Glieder der christlichen Gemeinschaft, also alle, die getauft sind und die sich zu Christus bekennen. Das sind die äußeren Kennzeichen unserer Gemeinschaft; für einen inneren Zusammenhalt aber müssen wir uns einsetzen; christliche Nächstenliebe ist hier gefordert, Toleranz und Akzeptanz.
Wenn ich für mich eine Glaubensgrundlage gefunden habe, kann ich froh und Gott dankbar sein, aber das berechtigt mich nicht, den Glauben oder das Handeln meines Nächsten in Frage zu stellen oder gar zu verurteilen. Gemeinschaft zeichnet sich nicht durch uniformiertes Denken aus, sondern durch gleichberechtigtes Miteinander.
Menschliche Fehleinschätzung und Überheblichkeit können uns zu Unheiligen oder Scheinheiligen werden lassen. Wir dürfen nie vergessen, dass nur Gott uns heiligt; die Taufe ist ein Symbol, keine Garantie. Anders ausgedrückt: Ich erlange nicht durch die „Heiligung" meines Lebens, durch frommen Lebenswandel Gottes Gnade, sondern allein Gottes Gnade heiligt mich, wandelt mein Leben.
Diese Heiligung bedeutet aber auch Verantwortung: Ich bin vor Gott verantwortlich für das, was ich tue, und für das, was ich unterlasse. Mein Vertrauen zu Gott gibt mir Kraft und Stärke für meine Aufgaben, es erleichtert mein Leben; weil ich mich „geheiligt" weiß, kann ich mich anderen zuwenden. Auch meine Zweifel ändern das nicht.
Gott kann ich vertrauen, mit meinen Zweifeln kämpfen, mich den Zusagen der Kirche „kraft ihres Amtes" öffnen, mich um Gemeinschaft bemühen und darauf hoffen, dass der Heilige Geist wirklich mit uns allen ist. Richte ich meinen Blick auf das „Heilige" - den dreieinigen Gott, seine Kirche, seine Gemeinde und mich -, habe ich eine Orientierung und verliere mich nicht in Nebensächlichkeiten, habe ich ein Licht, das mein Leben erhellt, bekommt mein Leben einen Sinn.
VERGEBUNG DER SÜNDEN, …: Wenn ich das Glaubensbekenntnis insgesamt noch einmal lese, möchte ich es so sehen: Zunächst ist der allmächtige Gott und Vater angesprochen, dann geht es um Jesus Christus, den eingeborenen Sohn, den Auferstandenen und Richter, und im letzten Absatz um den Heiligen Geist, die Kirche, die Heiligen.
Schließlich sind in den letzten Zeilen wir selbst angesprochen. Es heißt da: „Ich glaube ... an die Vergebung der Sünden." Schon oft hörte ich den Satz: "Christen sind auch nicht besser als andere Menschen - aber sie haben es besser." Gemeint ist: Christen wissen um die Vergebung der Sünden und glauben daran. Uns heutigen Menschen ist Vergebung ein Wort, das in den mitmenschlichen Beziehungen an Wert und Bedeutung verloren hat.
Und wer kann schon mit dem Begriff „Sünde" (Trennung von Gott) heute etwas anfangen? Das war in früheren Zeiten anders. Die frommen Ritter trugen unter der Rüstung ein Büßerhemd, und der junge Luther versuchte im Kloster durch Geißelung die Not um seine Sünde abzubauen.
Als Tetzel später ein Geschäft mit den Sünden der Menschen machte, ging Luther dagegen an und vertrat die Auffassung, dass alleine der Glaube und die Gnade uns freimachen von unserer Sündenlast. „Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen.... Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt." (Jes. 53)
AUFERSTEHUNG DER TOTEN UND DAS EWIGE LEBEN: „Auferstehung der Toten und das ewige Leben“ - hiermit wird gesagt, dass alle Toten auferstehen werden, also auch wir. Vorausgegangen ist die Auferstehung Jesu Christi. Wichtig ist für uns immer, was im neuen Testament von Jesus überliefert ist. Christus sagt da: „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.... Ich gehe hin, um euch die Stätte zu bereiten." (Joh. 14, 2) „Christus ist der erste geworden unter denen, die da schlafen, und wir, die wir an Christus glauben, werden ihm folgen und auferstehen." (1. Kor. 15, 20). Bei Johannes (Joh. 11, 25) finden wir die Worte von Jesus aufgezeichnet: „Ich bin die Auferstehung und das Leben."
Auferstehung und ewiges Leben - diese Begriffe gibt es erst im Neuen Testament. So wie Gott der Allmächtige und Jesus Christus nicht als Personen in unseren menschlichen Maßstäben vorstellbar sind, so ist „das ewige Leben" ein Leben in geistig-geistlicher Dimension.
Ewiges Leben ist eng mit Jesus Christus verbunden. Das wohl bekannteste Wort im Neuen Testament über das ewige Leben heißt: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh. 3, 16) „Ewiges Leben" - was ist das? Von dem, was wir darüber lesen, wissen wir: Es ist das Leben bei Christus. Da, wo Menschen Glauben, Liebe und Hoffnung weitergeben, ist ewiges Leben, hier zeitlich und dort ewiglich.
Der Tod ist ein Teil des Lebens, er ist ein Zeichen dafür, dass wir leben, um zum Herrn, zu Gott, zurückzukehren.

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Interessante Broschüren, herausgegeben von der ev. Kirchengemeinde Fischerhude

 

Cato Bontjes van Beek (1920-1943)

 

                                           

 

 

 

                                     

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Pastorin Silke Kuhlmann